Zauberkraft Resilienz  –   Innere Stärke fördern und Abhängigkeiten vorbeugen

Die Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie Frankfurt ist Herausgeberin der Zeitschrift „Treffpunkte“. Für die letzte Printversion wurde Frau Mounsif-Amsiouji gebeten im Rahmen des BINSO Projekt Prävention einen Artikel zu „Resilienz“ zu verfassen. Das Thema passt besonders gut zur präventiven Ausrichtung des Projektes, denn Resilienz ist für Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie ein zentraler und lebensnaher Schutzfaktor.

Krisen wie Krieg, Flucht, Armut oder Gewalt können Menschen zutiefst erschüttern. Viele erleben in solchen Situationen Kontrollverlust, Angst oder Ohnmacht. Dennoch zeigt sich immer wieder: Ein großer Teil der Betroffenen findet Wege trotz traumatischer Erfahrungen psychisch stabil zu bleiben oder sogar gestärkt daraus hervorzugehen. Diese Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen und seelisch gesund zu bleiben wird als  Resilienz bezeichnet.

Der Artikel „Zauberkraft Resilienz – Die Förderung innerer Stärke hilft Menschen in schwierigen Situationen“ in der Zeitschrift Treffpunkte zeigt eindrücklich, dass Resilienz nicht etwas ist, das man entweder hat oder nicht hat. Vielmehr kann sie gezielt gefördert und im Laufe des Lebens weiterentwickelt werden.

Gerade in der Präventionsarbeit – und damit auch im BINSO‑Projekt – spielt Resilienz eine zentrale Rolle. Menschen, die gelernt haben, Stress, Verlust oder belastende Gefühle konstruktiv zu verarbeiten, greifen deutlich seltener zu riskanten Bewältigungsstrategien wie:

  • Alkohol, Drogen und Medikamente
  • Glücksspiel
  • exzessivem Medienkonsum

Besonders für Menschen mit Flucht‑ oder Traumaerfahrungen ist die Stärkung von Resilienz ein entscheidender Schutzfaktor. Sie hilft, innere Stabilität aufzubauen, neue Perspektiven zu entwickeln und gesunde Wege der Stressbewältigung zu finden.

Resilienz bedeutet nicht, unverwundbar zu sein. Sie bedeutet vielmehr, trotz Verletzlichkeit handlungsfähig zu bleiben. Für die Zielgruppen des BINSO‑Projekts Prävention ist dieses Thema besonders lebensnah: Viele haben Erfahrungen gemacht, die sie an ihre persönlichen Grenzen gebracht haben. Die gezielte Förderung von Resilienz kann ihnen helfen,

  • Vertrauen in die eigene Stärke zurückzugewinnen,
  • Herausforderungen besser zu bewältigen,
  • Rückfällen vorzubeugen und
  • langfristig psychisch stabil zu bleiben.

Resilienz ist damit ein wesentlicher Baustein der Suchtprävention – und ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität und Selbstbestimmung.

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