Den „stillen“ Kindern eine Stimme geben.

Den „stillen“ Kindern eine Stimme geben.

Heute ist Weltdrogentag. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Better knowlege for better care“ (Besseres Wissen für bessere Versorgung). Es „betont die Notwendigkeit, das Verständnis des weltweiten Drogenproblems zu verbessern und wie wiederum ein besseres Wissen eine stärkere internationale Zusammenarbeit fördern wird, um seinen Auswirkungen auf Gesundheit, Regierungsführung und Sicherheit entgegenzuwirken.” Quelle & zentrale UN Seite.

Unter dem Motto des Weltdrogentags möchten wir Ihren Blick auf eine ganz bestimmte Zielgruppe lenken. Wir wollen vor allem den „stillen Kindern“ aus suchtbelasteten Familien eine Stimme geben. Diese werden vom Hilfesystem kaum wahrgenommen, da sie sich meistens unauffällig verhalten. Seit über 40 Jahren hat sich an der Problematik wenig verändert. Um darauf aufmerksam zu machen und über den Unterstützungsbedarf dieser Kinder aufzuklären, hat das Referat Suchtprävention der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz e.V. eine neue Broschüre mit dem Titel „Erkennen, erreichen, ermöglichen. Komplex traumatisierte Mädchen aus suchtbelasteten Familien“ herausgebracht. In dieser Broschüre stellt der Diplom-Psychologe Jens Flassbeck sieben Thesen dazu auf. Da Mädchen im Vergleich zu Jungen häufiger mit Erstarrung auf ihre Ängste reagieren, lenkt die Broschüre unsere Aufmerksamkeit bewusst auf die stillen Mädchen. Hinzu kommt, dass sich diese Mädchen im späteren Leben häufig eine*n suchtkranke*n Partner*in suchen, ohne selber an einer Sucht zu erkranken.Die Broschüre eignet sich besonders für pädagogische Fachkräfte in der Kinderbetreuung oder an Schulen. Sie liefert informative Einblicke in die Thematik und gibt Anregungen zum Umgang mit den betroffenen Mädchen.

Gibt es auch Informationen für Kinder? Auf den Webseiten von NACOA – Interessensvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V. und kidkit oder Suchtzuhause erhalten betroffene Kinder und Jugendliche altersgerechte Informationen und Hilfestellung.

Suchtprobleme in Familien kommen häufiger vor als man denkt. Wie sich das im Leben der Kinder auswirkt zeigt dieses kurze Video der Fachstelle für Suchtprävention Berlin.

Sorgen auch Sie für ein besseres Wissen und für eine bessere Versorgung der stillen Kinder und geben diesen eine Stimme.

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